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Chronik des Vereins Freundeskreis für Kinder in Not

Der Freundeskreis Kinder in Not (FKiN), der sich seit 2018 auf der Insel Lesbos in der Hilfe für Geflüchtete engagiert, hat mittlerweile schon eine recht lange Geschichte. Hier ein paar Stationen aus dieser langen Geschichte. Ausführliche Darstellungen unseres Engagements in der Zeit von 2012 bis 2025 finden Sie auf unserer alten Homepage.

Rumänien

Gegründet wurde der Verein 1991 kurz nach den Umstürzen und Revolutionen in Deutschland und Osteuropa. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zerbrach auch die Diktatur von Ceausescu in Rumänien. Anfang der 1990er Jahre drangen erschütternde Berichte und Bilder der Situation von Straßenkindern in Bukarest nach Europa und Deutschland. Die Gründungsmitglieder des ersten Vereins gründeten den „Freundeskreis der Straßenkinder in Bukarest e.V.“, der sich in den ersten Jahren um die Verbesserung der Situation von Waisenkindern in Bukarest, später auch in anderen Regionen Rumäniens bemühte. Die berühmten „Kanalkinder“ lebten in Bukarest ohne jegliche Hilfe und Betreuung in den unterirdischen Kanälen der Stadt. Bei mehreren Reisen konnten persönliche Kontakte zu dem Hilfsverein Concordia unter der Leitung von P. Georg Sporschill SJ und Ruth Zenkert aufgebaut werden. Der „Freundeskreis der Straßenkinder“ engagierte sich über 18 Jahre in Rumänien mit direkten Hilfsmaßnahmen, Schutzeinrichtungen und Betreuungsangeboten.

In den späten 1990er Jahren verlagerten wir unsere Arbeit nach Schineni in der Region Moldau und arbeiteten dort zusammen mit Schwestern aus der Ordensgemeinschaft der hl. Maria Magdalena Postel („Heiligenstädter Schulschwestern“). U.a. errichteten wir dort ein neues Kinderheim, das bis heute besteht. 

Bosnien-Herzegowina

Im Jahr 2010 wurde der Name des Vereins geändert. Wir hießen von da an nicht mehr: „Freundeskreis der Straßenkinder e.V.“, sondern „Freundeskreis für Kinder in Not e.V.“ und begannen ein neues Projekt in Bosnien–Herzegowina. Das ganze Land litt nach dem Bürgerkrieg in der 1995er Jahren unter den Kriegs- und Nachkriegswirren. Unser Verein unterstützte von 2010 – 2017 ein Sozialprojekt in der Nähe von Sebrenica. In Srebrenica ermordeten im Juli 1995 innerhalb von drei Tagen bosnische Serben unter Führung von Ratko Mladic über 8000 männliche Personen muslimischen Glaubens, anschließend vertrieben sie den Großteil der bosnischen Muslime aus diesem Gebiet.

Wir engagierten uns in Fakovici nahe Srebrenica und unterstützten damit einen weiteren Verein, der sich vor Ort um eine Entwicklung der örtlichen Landwirtschaft bemühte. Bei vielen Kindern in der Region wurde Mangel- und Unterernährung festgestellt wurde. Wir finanzierten eine Schulküche und die dortige Schule selbst. Die Nahrungsmittel für die Kinder der Schule wurden von im Ort ansässigen Kleinbauern und in der naheliegenden Kreisstadt gekauft. Eine Köchin wurde mit angemessenem Gehalt angestellt, sozialversichert und konnte zur Versorgung ihrer eigenen Familie beitragen. In dieser Zeit konnte so ein deutlicher Anstieg der Lebensverhältnisse erreicht werden.

Erdbebenhilfe

Im Sommer 2021 hinterließ ein schweres Erdbeben der Stärke 7,2 gefolgt von mehreren Nachbeben 1.300 Tote und 5.700 Verwundete in der Region im Süden Haitis. Die Katastrophe hat Tausende von Häusern und Wohnungen zerstört. Um die Menschen in den betroffenen Regionen zeitnah zu unterstützen spendete KISKEYA an die Organisation „Hoffnung für Haiti“ (www.hopeforhaiti.com) um die Erstversorgung mit medizinischer Hilfe und anderen notwendigen Gütern wie Trinkwasser zu ermöglichen. Durch private Kontakte unterstützten wir KISKEYA für ein kirchliches Schulprojekt.

Nach dem schweren Erdbeben 2023 im Norden Syriens unterstützten wir ein Jahr lang die Salvatorianerinnen in Aleppo für Maßnahmen zur Förderung der Schulnachhilfeprogramme für Kinder in Aleppo, Lattaquieh und Marmarita.

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